Workshop Suchtprävention

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Workshop Suchtprävention

Die Pandemie hat den Schulalltag von Lehrkräften, Eltern und natürlich von Schülerinnen und Schülern stark verändert. Doch gerade in Krisenzeiten, in denen sich für viele Schülerinnen und Schüler der gewohnte Ablauf stark verändert, stellt die Suchtprävention eine wichtige Aufgabe für die Schule dar.

Wir haben uns deshalb sehr gefreut, Herrn Graßl, Präventionsfachkraft vom LRA Donau-Ries am 17.11.20 an der Mittelschule Asbach-Bäumenheim begrüßen zu dürfen, um das Thema „Suchtprävention“ in der 7. Jahrgangsstufe zusammen mit den Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten. 

Gleich zu Beginn wurde zusammen mit der Klasse erarbeitet, was denn eigentlich eine Sucht ausmacht. Die Schülerinnen und Schüler haben anschließend eigenhändig ihre Gedanken zu den 4 Themen Rauchen/Alkohol/Illegalen Drogen und Smartphone auf den vorbereiteten Plakaten zu Papier gebracht:

  1. Was sind Gründe um mit dem Rauchen anzufangen? Die Klasse nannte ganz konkrete Punkte wie „weil es cool ist“, „um Stress abzubauen“ oder“ „weil man neugierig ist“. Die Jugendlichen hatten zum Thema Rauchen besonders viele Fragen, unter anderem auch, wie man selbst wieder damit aufhören kann. Immerhin sterben in Deutschland an den Folgen des Rauchens rund 175.00 pro Jahr, was es zu der am häufigsten vermeidbaren Todesursache macht. Es sind außerdem vier von fünf Lungenkrebstodesfällen auf das Rauchen zurückzuführen.

 

  1. Warum trinken Menschen Alkohol? Mit Antworten wie „es schmeckt einfach“, “weil das Gefühl toll ist“ bis hin zu „um Probleme, Sorgen und Stress zu vermeiden“ konnte sich jede Schülerin und jeder Schüler identifizieren. Herr Graßl gab wichtige Informationen rund um das Thema Alkohol, z.B., dass 74.000 Menschen pro Jahr in Deutschland an den Folgen von Alkohol sterben. Seine ganz persönlichen Erfahrungen mit Suchtkranken veranschaulichte Herr Graßl an einem Beispiel: „Warum lässt ein Mensch, der an einer Alkoholsucht leidet, den Deckel seiner Flasche in der Nacht offen?“. Die Antwort, dass die Erkrankten morgens so zittern, dass sie die Flasche nicht selbstständig genug öffnen könnten, führte allen Schülerinnen und Schülern den Ernst dieses Themas vor Augen.

 

  1. Welche illegalen Drogen sind euch bekannt? Nachdem die Klasse sehr viele verschiedene illegale Drogen nennen konnte, wurden sie zusammen in 3 Kategorien sortiert: Die illegalen Drogen können unterschieden werden in pflanzliche Stoffe wie Hanf (auch Haschisch oder Marihuana genannt), Opiate wie Heroin oder Tilidin und chemisch hergestellte Betäubungsmittel wie LSD, welche zu schweren Halluzinationen führen.

 

  1. Smartphone – was ist für euch ein normaler Umgang und was nicht? Auch bei dem Thema Smartphone herrschte aufgrund der eigenen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler bereits großes Wissen. Positiv wurde dargestellt, dass man sich einfacher mit Freunden verabreden kann durch Apps wie WhatsApp und sich tolle Bilder und Videos bei Snapchat und TikTok ansehen kann. Auf der anderen Seite bergen gerade diese Apps viele Gefahren wie Sucht (4-5 Stunden täglich am Handy und dadurch Vermeidung von sozialen Kontakten), ein weniger erholsamer Schlaf und Cyber-Mobbing.

 

Die Schülerinnen und Schüler haben sich außerdem dazu bereiterklärt, am Klassenwettbewerb „be smart – don´t start“ teilzunehmen, welcher zur Prävention des Rauchens dient. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass mindestens 90% der Klasse vom 16. November 2020 bis zum 30. April 2021 rauchfrei bleibt bzw. das Rauchen für diesen Zeitraum aufhört. Es wurde von allen Teilnehmern ein Vertrag unterzeichnet, auf dem festgehalten ist, an wen sich die Schülerinnen und Schüler bei Problemen wenden können, sie Unterstützung benötigen oder auch welche persönliche Belohnung auf sie wartet, wenn sie das Programm erfolgreich durchlaufen.

Jede Woche wird die Klasse angeben, ob sie Rauchfrei geblieben sind und zusammen ein Wochenquiz lösen. Bei erfolgreicher Teilnahme hat die Klasse die Chance auf den Hauptgewinn in Höhe von 5.000€ und auf weitere Geld- und Sachpreise wie z.B. Kinotickets oder einen Ausflug zum Kanu fahren.

Die 2 Schulstunden vergingen durch die vielen Beiträge der Schüler und deren Interesse an dem Thema Sucht wie im Flug. Am Ende des Workshops waren sich alle einig: Es war ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Workshop.

Die 7. Klasse bedankt sich bei Herrn Graßl.

 

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